15.10.2017 23:59 Alter: 1 year
Kategorie: Auftritte

Wambacher Kerb 2017

Wambacher Kerb 2017 - Bericht & Fotos


Der letzte große Auftritt führte uns wieder nach Wambach ins Festzelt am Bürgerhaus.
Bei strahlendem Herbstsonnenschein trafen wir ein und schafften es gerade so, um 2 Minuten nach halb 12 Uhr mit unserem ersten Titel los zu legen. Bis alles und alle auf der Bühne ihren Platz haben und die Autos an der Straße sicher geparkt sind, das dauert nun mal ein wenig.
Zu Beginn war noch nicht viel los im Zelt, außer der Kerbegesellschaft und einigen ehemaligen und aktuellen Wambachern war nur ein Pärchen auf den Besucherplätzen zu sehen.
Allerdings füllte sich der Zuschauerraum recht flott, und die Stimmung war hervorragend. Mit vorgefertigten und hochgehaltenen Schildern wurden uns die Musikwünsche der Blasmusikfans aus Wambach mitgeteilt, zum Beispiel die "Vogelwiese", der "Böhmische Traum" oder "Egerland Heimatland".
Zwischendurch wurden die Schilder gewendet und weitere Wünsche an uns übermittelt. Einen Titel konnten wir nicht aufführen, denn der "Schornsteinfeger aus Eger" ist nicht in unserem Repertoire. Er wird jedoch für einen erneuten Auftritt in Wambach auf jeden Fall in die Noten wandern müssen! Stattdessen waren die Fans aber auch mit den anderen Stücken zufrieden, ob Schlager oder traditionelle Blasmusik, alles wurde überschwänglich beklatscht, und die vorwiegend männlichen Fans erwiesen sich als erstaunlich textsicher.
Die Resonanz zu unserem gesamten Auftritt war durchweg positiv, und selten sind so viele Kerbegäste mit Komplimenten an uns herangetreten. Vielen Dank, das ist das Brot des Künstlers!
Ein ganz besonderes Highlight der Wambacher Kerb war definitiv der Kerbespruch! Erstmals als Redner präsentierte sich Pascal Krieger, der die Geschehnisse und Missgeschicke im Dorf in tollen Reimen und witzigen Ideen vortrug. Selten haben wir einen vergleichbar guten Kerbespruch gehört. Gratulation!
Zum Schluss durften wir sogar noch einen Gastsänger begrüßen. Helmut, genannt Helmes, vom Musikverein Lessenich 1928, der zu Kur in Schlangenbad war, traute sich ans Mikrophon und besang gemeinsam mit unseren Sängern die Vogelwiese. Die Wambacher jubelten und waren hellauf begeistert. Der sicher vorher unbekannte junge Mann hatte keine Schwierigkeiten, sich mit dem freundlichen Kerbevolk zu verbrüdern.
Möglicherweise haben auch wir, die Blaskapelle, ab sofort einen sehr guten Draht in die Eifel. Denn Helmes war so begeistert, dass er kurz vor dem Ende seiner Kur unsere beiden Sänger zuhause aufsuchte, um sich zu verabschieden. Er bedankte sich für die problemlose Eingliederung beim Singen und das nette Gespräch am Ende unseres Auftritts. Die Sympathie beruhte auf beiden Seiten und man kam überein, in Kontakt zu bleiben und gemeinsam mit den jeweiligen Kollegen weitere Schritte zu einer näheren Musikerfreundschaft zu planen. Idealerweise ist bei uns für 2018 ein Mehrtagesausflug im September geplant. Das Ziel könnte ja die Eifel sein - warum nicht?
Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr - denn dann sind wir zumindest wieder auf der Wambacher Kerb! Und der "Schornsteinfeger aus Eger" wird im Gepäck dabei sein...


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